Erfahrungsberichte

Garrit Klaproth

Pädagogischer Mitarbeiter

Valentina Neubauer

Pflegefachkraft

„Pädagogischer Mitarbeiter in der Mobilen Betreuung“

In welchem Bereich der Diakonie Kästorf arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

Zunächst habe ich eine Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger  absolviert und anschließend Sozialpädagogik studiert. Nun bin ich seit gut 10 Jahren in der Diakonie Kästorf tätig. Begonnen habe ich in der intensivpädagogischen Wohngruppe „Boimstorf“.

Nach acht Jahren Wohngruppenarbeit wollte ich gerne in einen anderen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wechseln. So kam es, dank der guten Zusammenarbeit und dem Entgegenkommen der DJFK, dass ich 2015 in die Mobile Betreuung Braunschweig wechselte. In der Mobilen Betreuung (MOB) betreuen wir Mädchen und Jungen in einem Alter von 17-25 Jahren, die in von der Diakonie Kästorf angemieteten Wohnungen leben. 

Zu meinen Aufgaben gehört es, im Kontakt mit dem Jugendamt zu stehen aber vor allem mit den Jugendlichen eine Tagesstruktur zu erarbeiten und Angebote zu unterbreiten. Beispielsweise kooperieren wir mit einem Tierheim in Braunschweig, in dem ein Jugendlicher sehr verantwortungsvoll eine Patenschaft für einen Hund übernommen hat. 

Auch leite ich seit kurzer Zeit den SC Diakonie am Standort Kästorf. Dabei lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, ab und zu beim Fußball mit den Klienten zu kicken. 

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Eine Herausforderung ist es, in allen Situationen ruhig zu bleiben und nichts persönlich zu nehmen. Ziel sollte es sein herauszufinden, was das eigentliche, nicht offensichtliche Problem in der Situation ist. Herausfordernd in der pädagogischen Arbeit ist für mich, es hinzunehmen und zu akzeptieren, dass einige Jugendliche mit einem anderen Lebensstandard zufrieden sind als ich wäre. Das ist manchmal etwas schwierig und man muss lernen sich damit zu arrangieren. 

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Das ist einfach! Wenn du mit Menschen arbeiten möchtest und einen vielfältigen Aufgabenbereich suchst, bist du hier richtig. Hier weiß man nie genau, was als nächstes passiert und muss sich spontan auf neue Situationen einlassen können. Auch kann ich mir die Arbeitszeiten überwiegend flexibel einteilen und werde bestimmt nie arbeitslos. 

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Die Teamarbeit in der Mobilen Betreuung Braunschweig unterscheidet sich deutlich von der Teamarbeit in den Wohngruppen. In der Wohngruppenarbeit arbeiten die Kollegen täglich zusammen im Team mit den Jugendlichen. In der Mobilen Betreuung treffen wir uns einmal wöchentlich zu Teamsitzungen, besprechen und beraten uns sonst eher telefonisch. Wir betreuen unsere Fälle stets im Tandem, sodass auch in Urlaubs- oder Krankheitsfällen immer eine fachkundige Vertretung gewährleitet ist.  

„Wohnbereichsleitung des Demenzbereiches im Christinenstift“

In welchem Bereich der Diakonie Kästorf arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

In der Diakonie Kästorf arbeite ich seit dem Jahr 2003, genauer gesagt in der Pflege des Christinenstifts. Seit der Eröffnung des Demenzbereiches im Jahr 2006 habe ich dort als ungelernte Pflegehelferin angefangen. Am Diakonie Kolleg des Stephansstifts in Hannover habe ich 2011 eine berufsbegleitende Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen und diese 2015 erfolgreich abgeschlossen. Diese Ausbildungsjahre waren eine sehr schöne, lehrreiche aber auch wirklich anstrengende Zeit und haben mir viel Spaß gemacht. Kurz nach Beendigung meiner Ausbildung wurde ich bereits Wohnbereichsleitung des Demenzbereiches im Christinenstift. Als Wohnbereichsleitung ist es meine Aufgabe, mein Team zu leiten. Das Team besteht aus Pflegekräften, einer Schülerin und fünf Alltagsbegleitern. Darüber hinaus erstelle ich den Dienstplan und überprüfe die Dokumentationen und Abläufe. Außerhalb des Büros verbringe ich weiterhin vier Stunden täglich mit der normalen Pflege. 

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Schon als Kind wollte ich für ältere Menschen da sein und Ihnen helfen. Speziell im Demenzbereich ist es eine Herausforderung die Menschen mit all ihren Bedürfnissen und ihrer Vergesslichkeit zu pflegen und zu verstehen. Man darf es sich nicht zu Herzen zu nehmen, wenn die Bewohner Stimmungsschwankungen haben, denn es ist Teil ihres Krankheitsbildes. Ein weiterer schwieriger Punkt ist es, den Wandel der Bewohner vom Einzug bis zum Tod mitzuerleben und zu begleiten. Dennoch kann ich mir keinen anderen Arbeitsbereich als den Demenzbereich vorstellen. 

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Weil es bei uns im Christinenstift Spaß macht zu arbeiten! Die Arbeitsatmosphäre ist sehr familiär. Wir versuchen stets alle Bewohner im Aufenthaltsraum am täglichen Geschehen teilhaben zu lassen. Auch durch die offene Küche wird viel Gemeinschaftsgefühl erzeugt. Mit Menschen zu arbeiten macht Spaß und das erleben wir hier gemeinsam jeden Tag.

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Ich stehe zum Team und das Team steht hinter mir. Das ist mein Motto und so versuchen wir es zu leben. Ich fühle mich sehr wohl als Wohnbereichsleitung des Teams des Demenzbereiches.

Darüber hinaus treffen wir uns jeden Dienstag zu einer Leitungs-Teamsitzung. Dieses Team besteht aus der Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung, Heimleitung und der Leitung des begleitenden Diensts. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe, da ich ja ziemlich schnell Wohnbereichsleitung wurde. Jetzt funktioniert es aber ziemlich gut und ich wurde schnell von allen Mitarbeitern akzeptiert. Besonders wichtig ist bei uns die Kommunikation, Absprachen als auch die Problemlösungen in den Teamsitzungen.